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Probieren geht mit Studieren

5. April 2016    Bei MaibornWolff / F&E

Nach dem Master an der Uni bleiben? Oder doch lieber echte Projekte in der freien Wirtschaft? Sabine Bauer macht beides: Die IT-Beraterin ist die erste Mitarbeiterin im Promotionsmodell von MaibornWolff: Drei Tage pro Woche arbeitet sie in einem MaibornWolff-Projekt bei einem Automobilhersteller. Die beiden anderen Tage forscht sie für ihre Promotion an der Universität Passau. „Meine Promotion profitiert vom Spannungsverhältnis zwischen Theorie und Praxis“, sagt Sabine Bauer. „Ich bekomme Rückmeldungen zu meinem Forschungsstand aus akademischer Sicht und aus der Praxis-Perspektive. In Gesprächen mit Kollegen begegnen mir Phänomene, die ich davor nur als Forschungsergebnisse im Prototypenbau kannte. Und ich kann Gelesenes oder Geforschtes sofort ausprobieren.“

Die Praxis-Perspektive steuert Alexander Hofmann, Technischer Geschäftsführer bei MaibornWolff bei. Er begleitet die Dissertation über „Social Centered Design for Efficient and Rapid Prototyping“ als Pate und inhaltlicher Sparringpartner. Der Pate aus der Geschäftsleitung ist Teil des Promotionspakets von MaibornWolff. Zusätzlich sponsert der Mittelständler die Dissertation mit einem monatlichen Beitrag. Und das ganz ohne Fußfesseln, etwa eine Festlegung, wie lange jemand nach der Promotion im Unternehmen bleibt. Außerdem setzt der IT-Dienstleister beim Kunden durch, dass die forschungshungrige Mitarbeiterin in Teilzeit arbeitet. Die restliche Zeit kann Sabine Bauer ganz der Forschung widmen, als externe Doktorandin hat sie keine Lehraufträge am Lehrstuhl.

Für Alexander Hofmann ist das Promotionsmodell eine logische Weiterentwicklung der bestehenden Hochschulkooperationen: „In Bachelor- oder Masterarbeiten und gemeinsamen Forschungsprojekten mit unseren Partner-Lehrstühlen vertiefen wir interessante inhaltliche Themen. Viele testen wir direkt mit Kunden in einem konkreten Projekt. Zum Beispiel unsere Software-Landkarten (Link): Sie sind in einem gemeinsamen Projekt mit der BTU Cottbus und BMW entstanden und jetzt in vielen Projekten regelmäßig im Einsatz. Gleichzeitig kommen Studierende und nun auch Doktoranden mit Unternehmen in Projekten in Kontakt – ein Gewinn für alle Beteiligten. Und das Promotionsmodell ist eine große Motivation für Kolleginnen und Kollegen, die sowohl am Projektgeschäft, als auch an wissenschaftlicher Arbeit Interesse haben.“