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Hackdays - über Freude am Fahren und Autos als Effekt-Geräte

Von Henning Böger @HenningBoeger auf Twitter
27. Juni 2016

„Freude am Fahren“ siegt – bei den Automotive Hackdays (Link), die BMW zusammen mit UnternehmerTUM veranstaltet hat. Der Autobauer hatte elf BMW und MINI zur Verfügung gestellt, die mit einem nachgerüsteten Interface ausgestattet waren. Über das Interface werden Daten vom Fahrzeug gesendet, und das Auto lässt sich über eine App öffnen und schließen. In fünf Tagen bauten 70 Teilnehmer in 11 Teams Prototypen ihrer Idee für Mobility Services und After Sales Services. MaibornWolff war als Sponsor dabei, ich habe die Teilnehmer im Prototyping als Mentor begleitet.

Nach fünf langen Tagen und vier kurzen Nächten kürte die Jury das Team mit dem Namen „Freude am Fahren“ zum Sieger. Die Service-App des Teams informiert den Nutzer über sein Fahrverhalten und setzt spielerisch Anreize für ein besseres Fahrverhalten. Dafür aggregiert sie Daten aus Beschleunigung, Kupplung, und Bremse.

Das Team „High5“ räumte den Publikumspreis mit einer App ab, durch die das Auto zum Effekt-Gerät wird: Es begleitet hochgeladene Songs mit Hupe, Blinker, Lichthupe und dem Klicken sich öffnender und schließender Türen. Die Performance von „We will rock you!“ von Queen begeisterte die 280 Menschen im Publikum.

Die Teilnehmer arbeiteten bis tief in die Nacht, am frühen Morgen gab es im umfunktionierten Arbeitsraum in Garching ein paar Stunden Schlaf. Morgens gaben Mentoren aus verschiedenen Fachbereichen und Partnerfirmen Feedback zum neuesten Stand der Prototypen. Hin und wieder gab es kleine Enttäuschungen, und ab Tag drei entscheidende Durchbrüche. Mich begeisterte die Kreativität, die entsteht, wenn 70 Teilnehmer eine Woche lang ausschließlich an ihrer Idee arbeiten. Ein super Event!